Bewegung macht Kinder stark und klug

KindaufWiese

Fangen und Versteck spielen, auf Bäume klettern und über Mauern balancieren: Was früher zum Kinderalltag gehörte, ist heute eher selten geworden. Dabei brauchen Mädchen und Jungen Gelegenheit zum Austoben, und zwar täglich.

Schon die Kleinen sind richtige Energiebündel. Kaum können sie krabbeln, ziehen sie sich zum Stehen hoch und laufen mit tapsigen Schritten auf Mama oder Papa zu. Und die sind stolz über jeden Fortschritt, den ihr Kleines macht. Wenige Jahre später sieht das oft anders aus. Dann heißt es: „Bleib doch endlich mal ruhig sitzen!“ oder „Zappel nicht immer herum!“ Obwohl die Lust am Laufen, Hüpfen und Herumtollen angeboren ist, wird der Bewegungsdrang von Kindern stark eingeschränkt. Die Gründe: Es gibt kaum noch Spielstraßen, freie Wiesen oder große Gärten, in denen sie sich nach Herzenslust austoben können.

Wohnungen werden immer hellhöriger und bieten wenig Platz für wilde Spiele. Fernsehen, Playstation und Computer machen viele Mädchen und Jungen zu Stubenhockern. Kindergartenkinder sitzen im Durchschnitt täglich zwischen eineinhalb und zwei Stunden vor dem Fernseher. Dies ist eindeutig zu viel. Hinzu kommt: Eltern sind oft übervorsichtig und ersticken wagemutige Kletterversuche im Keim, indem sie warnen: „Pass auf, du fällst herunter!“

Bewegung trainiert auch das Gehirn

Kein Wunder, dass die körperlichen Leistungen von Kindern in den letzten Jahren drastisch nachgelassen haben. Viele Schulanfänger können nicht auf einem Bein hüpfen oder auf einer Linie balancieren. Und: Inzwischen ist jedes fünfte Kind übergewichtig. Schuld daran sind falsche Ernährung und Bewegungsmangel.

Dabei ist für Kinder Bewegung lebenswichtig. Sie garantiert einen gesunden Knochenaufbau, trainiert Muskeln und Sehnen und hält sie geschmeidig. Toben und Herumtollen bringt Herz und Kreislauf in Schwung, verbessert den Stoffwechsel und macht sogar schlau.

altWenn ein Baby auf die Welt kommt, ist sein Gehirn noch ungeordnet. Es besitzt zwar wie jeder Mensch etwa 100 Milliarden Nervenzellen. Doch sie entscheiden nicht darüber, wie klug es wird. Dies hängt davon ab, wie viele Verbindungen zwischen den Nervenzellen geknüpft werden. Bewegung fördert eine dichte Vernetzung der Nervenzellen. Erwiesen ist: Kinder, die nach Herzenslust laufen, springen, balancieren und klettern dürfen, lernen leichter Lesen, Schreiben und Rechnen als Stubenhocker. Hinzu kommt: Durch körperliche Bewegung wird das Gehirn mit Sauerstoff voll gepumpt und ist damit leistungsfähiger. Es produziert darüber hinaus mehr körpereigene Botenstoffe, was sich positiv aufs Gedächtnis auswirkt und die Stimmung hebt.

Klettern macht selbstbewusst

altDamit nicht genug: Beim Herumtollen entwickelt ein Kind Konzentration, Ausdauer und Geschicklichkeit. Es sucht ständig nach Gelegenheiten und neuen Herausforderungen: im Zickzack-Kurs oder rückwärts laufen, ohne gegen andere Kinder oder Hindernisse zu stoßen, auf einem Bein hüpfen, sich auf dem Klettergerüst immer höher hinauswagen. Dabei sammelt es wichtige Erfahrungen und lernt Risiken besser einzuschätzen. Das geht nicht ohne blaue Flecken und Schürfwunden ab. Kleine Verletzungen lehren Kinder, sich beim nächsten Mal besser aufs Balancieren oder Klettern zu konzentrieren. Mit der Zeit werden sie immer sicherer und selbstbewusster.

Ganz wichtig: Der Spaß an der Bewegung darf nie zu kurz kommen.

Zum Glück wird das in vielen Sportangeboten für Kleinkinder berücksichtigt, etwa beim Mutter-Kind-Turnen. Ein weiteres Plus ist die Gemeinschaft mit anderen Kindern. In den Gruppen lernen Kinder mit Hilfe von Mutter oder Vater auf spielerische Art und Weise alle Bewegungsformen kennen, die zur Körperbeherrschung notwendig sind. Aber auch andere Sportvereine haben mittlerweile umgedacht und eigene Programme für kleine Kinder entwickelt. Denn in jeder Sportart lässt sich eine Grundform finden, die auch schon für Drei- bis Vierjährige geeignet ist: beim Fußball oder Handball etwa das Rollen, Prellen und Werfen des Balls. Am besten ist es, wenn Kinder jeden Tag nach Herzenslust draußen herumtollen dürfen. Darüber hinaus sollten sie auch zu Hause viel Gelegenheit zum Toben haben.

So wird das Wohnzimmer zur Turnhalle

1. Legen Sie ein paar Matratzen auf den Fußboden. Sie werden staunen, was Ihr Kind damit anfängt: Springen wie beim Trampolin, Purzelbäume und Flugrollen üben, Kopfstand machen, mehrere Matratzen übereinander legen, hochklettern und herunter springen, zwei Matratzen gegeneinander lehnen und durch den Tunnel kriechen usw.

2. Legen Sie mehrere Kissen in Abständen auf den Fußboden. Das sind Inseln, auf die Ihr Kind hüpfen muss, um nicht ins Meer zu plumpsen.

3. Ihr Kind nimmt ein Kissen und wirft es in die Luft. Bevor es das Kissen fängt, klatscht es in die Hände.

4. Legen Sie einen Weg aus aufgeblasenen Luftmatratzen auf den Fußboden. Manche sind prall gefüllt, andere nur halb. Ihr Kind soll nun darüber laufen. Gar nicht so einfach! Aber eine super Übung fürs Gleichgewicht.

5. Stellen Sie Hocker, stabile Kartons und Stühle mit verschieden hoher Sitzfläche schrittbreit in einer Reihe auf. Ihr Kind kann von einem zum anderen steigen. Anfangs braucht es vielleicht etwas Hilfestellung. Doch dann klappt es immer besser.

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