Kinderzimmer liebevoll einrichten - was gehört dazu?

Lucy1

Wie schön, wenn Kinder ein Zimmer ihr eigenes kleines Reich nennen können. Im Kinderzimmer wird gewohnt, gespielt, geschlafen, später werden dort auch Hausaufgaben gemacht. Was braucht ein Kind in einem Kinderzimmer wirklich, und wie sollte ein Kinderzimmer gestaltet sein, damit es zweckmäßig und gemütlich ist? Hier haben wir einige Anregungen für Sie zusammengestellt

Kindermöbel - Schlicht ist schön

Wer sagt, dass Kinder ihr Zimmer nur dann schön finden, wenn es bunt ist? Knallrote Plastikkisten, quietschgrüne Teppiche, schreiend bunte Wände, grinsende Clowns auf den Vorhängen, hüpfende Frösche auf der Nachtischlampe und Rennautos auf der Bettwäsche.

Wen wundert es da, dass Kinder in solchen Zimmern aufdrehen und unruhig werden, anstatt sich zu entspannen?

Die Grundausstattung eines Kinderzimmers kann schlicht und aus Holz sein, bunt und fröhlich wird es durch die Kinder und ihre Spielsachen sowieso.

Gut gearbeitete Holzmöbel, Holzregale, Holzbetten und ein einfacher Schrank eignen sich hierzu am besten. Schränke und Regale sollten auch sperriges Spielzeug aufnehmen können.

Diese Grundausstattung bleibt bestehen. Vorhänge, Bettwäsche, Kissen und Wanddekorationen können dann dem Alter entsprechend ausgewechselt werden, denn in jeder Wachstumsphase haben Kinder andere Vorstellungen, was schön ist. Ein Kinderzimmer ist dann klug gestaltet, wenn es über Jahre hinweg ausgebaut und entsprechend dem Alter geändert werden kann.

   Sicherheit im Kinderzimmer

Kindermöbel müssen ganz besonderen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Sie müssen stabil, sicher und leicht zu reinigen sein. Für die ersten Jahre ist es ratsam, Möbel anzuschaffen, die keine scharfen Ecken und Kanten haben, vor allem nicht in Kopfhöhe. Schränken mit Klapptüren, die schnell zuschnappen, sind ungünstig, Kinder können sich leicht die Finger einklemmen.Die Möbel müssen leicht gereinigt werden und einigem standhalten können. Kinderzimmermöbel sollten nicht mit Laugen oder gesundheitsschädlichen Lacken behandelt sein. Unbehandeltes Holz, das nur gewachst ist, wird diesem Kriterien gerecht, und darüber hinaus riecht es sehr angenehm.

Schränke und Regale sollten so fest angeschraubt werden, dass sie auch dann nicht nach vorne kippen können, wenn Kinder auf die Idee kommen, auf die Regalebretter zu steigen.

Tisch und Stuhl sollten der Größe bzw. dem Alter der Kinder angepasst sein.

Kinder sind kleine Forscher und Entdecker. Nichts scheint vor ihnen sicher. Sichern Sie alle Steckdosen im Kinderzimmer mit entsprechenden Kappen aus dem Fachhandel.

Wenn das Kinderzimmer nicht im Erdgeschoss liegt, sollten Sie Sicherungen für die Fenster in Erwägung ziehen.

Versuchen Sie sich einmal in die Lage Ihres Kindes zu versetzen und betrachten Sie alles aus dessen Perspektive: So können Sie Gefahren und Unfälle vermeiden.

Wand, Teppich, Stoffe und Vorhänge: die richtige Farbe wählen!

Kinder empfinden Farben viel intensiver und direkter als Erwachsene. Farben haben eine große Wirkung auf ihre Seele. Zu viele Farben und Muster bringen unnötige Unruhe ins Kinderzimmer. Deshalb müssen Sie noch lange nicht mit weißen Wänden leben. Wählen Sie z.B. sanft schimmernde Gelbtöne für die Wände - sie wirken lebendig, ohne unruhig zu machen. Und da Blau beruhigend wirkt, wählen Sie ein schönes dunkles Blau für die Vorhänge - zugezogenen verbreiten sie abendlich eine entspannte Atmosphäre. Knallige Rot- und schrille Grüntöne sollten Sie vermeiden. Verwenden Sie gerade im Kinderzimmer nur ökologisch einwandfreie Wandfarbe.

Tim spielend Teppich und Boden

Kinder spielen am liebsten und am besten auf dem Boden. Wenn Ihre Wohnung abgeschliffene Dielen hat und warm ist, genügt ein Wollteppich, auf dem man auch spielen kann, wenn es einmal kühler ist. Wichtig ist, dass keine Kabel auf dem Boden liegen, über die man stolpern könnte.

Licht und Lampen – wie hell sollte es im Kinderzimmer sein?

Gutes Licht ist wichtig, denn Kinder brauchen es zum Lesen, Malen und Basteln. Die große Kinderzimmerlampe sollte sehr hell sein, aber möglichst einen Dimmer haben. Tücher und Stoffe über zu helle Lampen zu hängen birgt immer die Gefahr, dass sie zu brennen anfangen. Daher keine Lampen in Reichweite stellen. Eine Nachttischlampe gehört - vor allem bei Kleinkindern - keinesfalls direkt neben das Bett. Dennoch braucht man eine gemütliche kleine Lampe am Bett, damit man sich abends dazukuscheln und vorlesen kann. Die Glühbirne sollte nicht zu stark sein, damit sie nicht zu heiß wird. Empfehlenswert ist eine gespiegelte Glühbirne mit einem in warmen Orangetönen gehaltenen Lampenschirm. Grundsätzlich sollte man aus Sicherheitsgründen, bevor man selbst zu Bett geht, jedes elektrische Licht im Kinderzimmer löschen.

Ein schönes Gute Nacht-Ritual kann es sein, Kindern bei Kerzenschein etwas vorzulesen und danach zusammen ein Abendgebet zu sprechen. Kerzenschein fasziniert und beruhigt Kinder (und die Eltern) und versetzt in eine besondere Stimmung. Das abendliche Auspusten der Kerze bildet den Abschluss des Tages und kann Kindern helfen, in den Schlaf zu finden.

Schlafplatz

Das Bett muss unbedingt dem Alter des Kindes entsprechend gekauft werden. Nach der Babywiege mit Himmeldach, in der sich ein Kind die ersten Monate sicher fühlt, sollte man ein Gitterbettchen anschaffen. Es gibt sie mit verstellbarem Lattenrost und abnehmbarem Gitter, sodass sie ein paar Jahre lang dienen. Bis ins Schulkindalter hinein fühlen sich Kinder beim Einschlafen unter einem schützenden Stoffdach geborgen.

Verzichten Sie darauf, ein Hochbett zu kaufen, solange Ihr Kind unruhig schläft und nachts die Positionen wechselt. Es gibt Empfehlungen, Kindern frühestens ab dem Alter von 6 Jahren Hochbetten zu kaufen. Sie können im Schlaf herunterfallen und sich ernsthaft verletzen. Kinderbetten sollten immer einen höheren Rahmen haben, als ihn die Norm vorgibt.

Über das Kinderbett können Sie ein schönes Bild von einem Schutzengel aufhängen oder von einem anderen Motiv, das die Seele des Kindes anspricht.

Rückzug und Gemütlichkeit

Wie praktisch Sie das Kinderzimmer auch einrichten wollen, vergessen Sie bitte nicht, Ihren Kindern ein Eckchen zu überlassen, beispielsweise unter einem Hochbett, zwischen zwei Regalen oder unter einem Spielständer, wohin es sich zurückziehen kann. Zur Gemütlichkeit gehört es, dass die Kinder immer ein paar Decken, Stoffe und Kissen in ihrem Zimmer haben, womit sie sich Höhlen oder Häuser bauen können. Manche Kinder mögen es, wenn man sie dort „besucht“, Saft und Kekse mitbringt und eine schöne Geschichte erzählt.

Gemütlich ist alles, was eine schöne Atmosphäre macht. Gedämpftes Licht gehört ebenso dazu wie stimmungsvolle Bilder an den Wänden. Kinder brauchen nicht unbedingt schrille Comic-Poster. Sie erfreuen sich an schönen Landschaftsbildern oder Tierfotos ebenso sehr.

Was gehört nicht ins Kinderzimmer?

Viele Eltern meinen, dass sie ihrem Kind Kassettenrekorder, CD-Player, Fernseher und Computer bieten müssen und dass diese Geräte im Kinderzimmer stehen können.

Untersuchungen haben gezeigt, dass in Familien heute kaum noch miteinander gesprochen wird und dies zu Gesundheitsproblemen und Lernschwierigkeiten führt.

Wertvoller als eine Märchenkassette ist es, ein Märchen vorzulesen oder nachzuerzählen. Regen Sie ihr Kind an zu singen und zu musizieren, indem sie selbst damit anfangen, statt den CD-Player anzuschalten.

Natürlich ist die Angst bei Eltern seit PISA groß, dass Kinder etwas verpassen, wenn sie nicht genug Wissen ansammeln. Wissenssendungen im Fernsehen und Wissenscomputerspiele für Kinder stehen hoch im Kurs. Wir meinen, dass direkte Erfahrungen für Kinder wichtiger sind als solche aus zweiter Hand, wie sie Fernsehen und Computer bieten. Natürlich kann ein Kind Wissenswertes über einen Kuhstall lesen, auf einer CD Rom anklicken oder im Computer lernen. Wie anders ist es jedoch tatsächlich einen Bauernhof zu besuchen, den Stallgeruch einzuatmen, eine Mistgabel wirklich in die Hand zu nehmen, die mächtige Größe einer Kuh aus der Nähe zu erfahren und vielleicht sogar die raue Zunge eines süßen Kälbchens auf der Haut zu spüren!

Einige Einrichtungsideen:

Mobile

Ein Mobile ist ein schöner Blickfang im Kinderzimmer und lädt zum Verweilen und träumen ein. Einmal aufgehängt, bleibt ein Mobile meistens die ganze Kindheit über im Kinderzimmer. Daher sollte man gut überlegen, was für ein Motiv man wählt. Ein paar Moblies haben wir hierfür Sie ausgesucht, darüberhinaus finden Sie im Fachhandel Ihrer Wahl sicherlich eine breite Auswahl an Mobiles.

Meßlatte und Garderobe

Nicht ist für Kinder spannender als das eigene Wachsen zu beobachten. Stolz stehen sie kerzengerade an der Wand und recken und strecken sich, wenn es ans Abmessen der Körpergröße geht. Natürlich kann man an der Wand oder dem Türrahmen einen Strich anmalen. Oder aber man leistet sich eine Meßlatte, ein Vorteil davonist, dass man diese im Falle eines Umzuges wieder neu anbringen kann. Wer kannt das nicht? Die Kinder stürmen ins Haus, die große Garderobe hängt zu hoch und schon liegen die ausgezogenen Jacken, mützen und Schals auf dem fußboden. Vielleicht hilft eine hübsche, eigene Garderobe in passender Hähe angebracht dazu, besser Ordnung zu halten.

Fensterbilder

Ob auf Fensterbrett oder auf einer Kommode, diese Fenterbilder sind ein Schmuck für jedes Kinderzimmer. Die Motive entstammen Märchen oder zeigen die christlichen Jahresfeste.

Wandbehang mit Märchenwolle

Ein Wandbehang, dessen Motive man je nach Jahreszeit oder dem Alterder Kinder angemessen verändern kann, ist eine wertvolle Ergänzung im Kinderzimmer und ein schöner Blickfang über dem Kinderbett. Blühende Apfelbäume und eine Entenfamilie im Frühjahr, eine Prinzessin oder ein Ritter, alles was ihren Kindern gefällt können sie selbst ganz einfach und ohne Kleben entstehen lassen.

Laternen

Gerade in der dunklen Jahreszeit, gibt es doch nichts Schöneres als eine Kerze anzuzünden und es sich mit den Kindern so richtig gemütlich zu machen. In einer Laterne ist die Kerze sicher aufgehoben und die Motive strahlen die Wärme der herbst- und winterlichen Jahreszeitenfeste aus.

Jahreszeiten- und Postkartenständer

Einen Jahreszeitentisch nennt man in der Walddorfpädagogik einen kleinen Tisch, einen Platz auf dem Eßtisch oder ein Eckchen auf einer Anrichte, wo man der Jahreszeit entsprechend eine stimmungsvolle kleine Landschaft dekoriert. Der Sinn des Jahreszeitentsiches mit seinen wiederkehrenden Themen ist es, den Kindern einen Rhythmus zu geben, sie freuen sich, wenn jedes Jahr die gleiche Frühlingsfee oder der König Winter wieder kommt. Zudem vermittelt der Jahreszeitentisch auch Stadtkindern in der Wohnung den Wechsel der Jahreszeiten und gibt ihnen ein Bild der christlichen Jahresfeste. Ein schöner Ast oder eine Wurzel kann das "Gerüst" für diese Dekoration sein, darüber legen wir farblich den Jahrezeiten entsprechende Tücher. Im Frühjahr stellt man gerne Töpfchen mit sprießenden Schneeglöckchen, Narzissen oder Krokussen dazu. Ergänzt wird die Landschaft mit Funden aus der Natur, die die Kinder von ihren Ausflügen mitbringen sowie mit schönen Steinen und Kristallen. Im Sommer nimmt man Wiesenblumen und Ähren, im Herbst legt man bunte Blätter und Zweige mit Beeren auf, und im Winter kann man mit einem weißen Tuch, Zweigen mit Baumwollflöckchen daran und Krsitallen eine Winterlandschaft zaubern. Lebendig wird die Dekoration durch kleine Püppchen oder Zwerge die sich in der Landschaft tummeln. Solche gestrickten oder gefilzten Puppen können Sie selbst herstellen oder auf den Adventbasaren der Waldorfschulen erstehen. Hübsch ist es, wenn man der Jahreszeit gemäß eine entsprechende Postkarte aufstellt, beispielsweise am Michaelifest, ein Bild des Ritters Georg, der mit dem Drachen kämpft. Wer mehr über Jahreszeitentische erfahren will, sollte sich diesen Buchtipp merken.

Kerzenhalter

Bei festlichen Anlässen wie Kindergeburtstag, an Ostern und im Advent darf eine Kerze auf dem Tisch natürlich nicht fehlen. Doch auch im Alltag entsteht ein besinnlicher Moment und eine besondere Atmosphäre, wenn man zu den Mahlzeiten eine Kerze anzündet. Ein kurzes Tischgebet und das Licht erinnern uns und unsere Kinder daran, dass unser Leben und die Nahrung, die wir zu uns nehmen, ein Geschenk sind, das wir achten sollten.

Mandalas und Puzzles

Wenn Mandalas und Puzzels so schön aussehen wie diese, brauchen wir sie nicht ins Kinderzimmer zu verbannen. Die Kinder spielen gerne damit wie mit Bauklötzen und legen pahtasievolle Musterauf dem Fußboden oder Teppich. Sogar manchen erwachsenem Besucher verführen sie zum Spielen. Die schönen Klötze sind handbemalt und geölt.

Windspiele und Türharfen

Kleine und große Kinder sind fasziniert von den zarten Klängen, die zufällig entstehen, wenn sich Windspiele oder Türharfen bewegen. Eine Türharfe ist ein schöner Klassiker, der Kinder und Erwachsene ein Leben lang begleiten kann.

Spielständer

So ein robuster Spielständer ist ein nützliches Elemt in jedem Haushalt mit Kindern. Mit einem Spielständerkann man prima Kaufladen spielen, hat man zwei davon, lassen sich prima Höhlen und Häuser bauen, wenn man noch ein paar Tücher und decken zur Hand hat. Später kann man die Spielständer als regale nutzen.

Kindertisch und Kinderstühle

Ein tolles Geschenk für alle Kleinkinder: Stühlchen, Tisch und Klappbank aus schönem Erlenholz. Stolz nehmen die Kinder "ihre Möbel" in Besitz und sind glücklich, dass die Möbel so toll zu ihrer Größe passen. Die ganze Kindheit durch wird daran gebastelt und gemalt, gegessen und gespielt. Es soll sogar große neunjährige Jungs geben, die sich nicht von ihren Kindermöbeln trennen wollen und sich immer noch auf ihr Kinderstühlchen quetschen.

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