Mama ist weg! Wenn Kinder sich verlaufen

Meistens geht es blitzschnell. Eltern schauen sich in der Fußgängerzone die Auslagen eines Schaufensters an und lassen ihr Kind einen Augenblick unbeobachtet. Und schon passiert es. Das Kind entdeckt eine kleine Katze auf der anderen Straßenseite. Schnell läuft es hinüber und begleitet sie eine Weile. Husch, verschwindet das Kätzchen in einen Innenhof. Plötzlich bekommt das Kind es mit der Angst zu tun. Wo sind Mama und Papa? Weinend sucht es nach ihnen. Die Eltern haben inzwischen bange Minuten hinter sich gebracht. Sie finden ihr Kind zwar mit Hilfe von Passanten schnell wieder. Doch der Schock sitzt tief.

Zum Glück ist der Spuk oft nach wenigen Minuten vorbei. Doch in der Zeit des Suchens durchleben Mütter und Väter Höllenqualen. Sie malen sich aus, was alles passiert sein könnte. Auch Kinder, die auf solche Situationen nicht vorbereitet wurden, geraten schnell in Panik. Denn Verlaufen oder Verlorengehen gehören zu den schlimmsten Erlebnissen für ein Kind. Es traut sich hinterher oft nichts mehr zu und möchte nicht mehr von der Seite der Eltern weichen.

 

Der sechsjährige Malte zum Beispiel hatte bei einem Waldspaziergang seine Eltern verloren. Er wollte Stöckchen sammeln und blieb dabei immer weiter zurück. Als die Eltern sein Fehlen schließlich bemerkten, hatte der Junge sich bereits verlaufen. In seiner Panik war er zurückgerannt und hatte auch noch die falsche Abzweigung genommen. Als Spaziergänger ihn fanden, war er ganz verstört und noch nicht mal in der Lage, seinen Namen zu nennen. Die Leute taten das einzig Richtige. Sie nahmen ihn mit und brachten ihn zum nächsten Polizeirevier. Dort hatten sich die verzweifelten Eltern bereits gemeldet. Eine halbe Stunde später konnten sie ihren Jungen erleichtert wieder in die Arme schließen. Doch es dauerte lange, bis Malte das Ganze verarbeitet hatte. Eine Zeitlang verfolgte ihn das schlimme Erlebnis noch in seinen Träumen. Und er ließ sich dann nur schwer beruhigen.

Den Ernstfall üben

Auch wenn es schwer fällt, in einer solchen Situation einen klaren Kopf zu behalten: Eltern können sich und ihr Kind auf solche Fälle vorbereiten und mit ihm besprechen, wie es sich verhalten soll.

Üben Sie das Ganze spielerisch ein, etwa beim nächsten Waldspaziergang. Ihr Kind soll dabei lernen: „Wenn ich Mama und Papa nicht mehr sehe, bleibe ich an der Stelle stehen, an der wir zuletzt zusammen waren. Einer von den beiden wird den Weg auf jeden Fall zurückgehen und mich finden.“

Spielen Sie im Gespräch verschiedene Situationen durch. Sagen Sie Ihrem Kind, an wen es sich wenden kann. Wenn es sich verlaufen hat, sollte es ins nächste Geschäft gehen und dort bitten, zu Hause anzurufen oder die Polizei zu verständigen.

Anders sieht es im Kaufhaus aus. Hier hat ein Kind Schwierigkeiten, sich im dichten Gewühl großer Leute zu orientieren. Deshalb sollte es zur nächsten Verkäuferin oder Kasse gehen und darum bitten, die Eltern auszurufen.

Weitere Tipps:

Schreiben Sie Namen, Anschrift und Telefonnummer auf einen Zettel, den Ihr Kind im Brustbeutel oder an einer Gürteltasche bei sich trägt.

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es immer Bescheid sagen soll, wenn es zu Freunden oder Nachbarn geht. Umgekehrt gilt: Rufen Sie bei den Eltern an, wenn Freunde Ihres Kindes unangemeldet zu Ihnen kommen. Gut ist es, mit anderen Eltern eine gemeinsame Regelung zu finden.

Wichtig: Schärfen Sie Ihrem Kind ein, dass es nie mit Fremden gehen oder in ein fremdes Auto einsteigen soll.

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