Die erste Nacht ohne Mama und Papa

Jannik, vier Jahre, packt seinen Rucksack: Schlafanzug, Zahnbürste, Kleidung zum Wechseln, Teddybär, das Lieblingsbuch mit den lustigen Geschichten. „Wann fahren wir endlich los?“, ruft der Junge ungeduldig. Heute darf er nämlich zum ersten Mal bei Oma und Opa übernachten.

Dann ist es endlich soweit. Mama und Papa, Jannik und sein Teddybär steigen ins Auto. Nach einer guten Stunde fahren sie vor dem Haus der Großeltern vor. Sofort möchte der Kleine mit dem Opa den Garten erkunden und den Kaninchenstall inspizieren. Als Mama und Papa sich verabschieden, ist Jannik so beschäftigt, dass er kaum Notiz davon nimmt.

 

Doch als es Abend wird, vermisst er Mama und Papa plötzlich. Und die Tasse mit dem kleinen Eisbären, aus der er zu Hause immer seinen Kakao trinkt, hat er auch vergessen. Doch die Großeltern helfen dem Kleinen mit einer pfiffigen Idee über den plötzlichen Trennungsschmerz hinweg. „Wir haben eine Zaubertasse. Sie gehört dem Zaubertassenzwerg. Immer wenn ein Kind das erste Mal bei Oma und Opa schläft, darf es daraus trinken. Und wenn die Tasse dann leer ist, denkt sich der Zaubertassenzwerg über Nacht eine Überraschung aus. Denn er freut sich, dass das Kind schon groß ist und keine Angst hat woanders zu schlafen“, erzählt die Oma. Jannik wird neugierig. Denn er möchte zu gern wissen, welche Überraschung sich der Zwerg für ihn ausdenkt. „Warte bis morgen früh. Wenn du die Augen aufschlägst, wirst du die Überraschung sehen“, meint der Opa. Der Bann ist gebrochen, der Trennungsschmerz wie vom Erdboden verschluckt. Jannik tollt mit dem Opa herum und spielt mit der Oma Versteck. Schon bei der Gute-Nacht-Geschichte schläft er zufrieden ein.kindschlftmitppp

Natürlich liegt morgens ein Päckchen vor Janniks Bett. Als der Junge es auspackt, findet er darin ein Halstuch mit Zwergen. In einem kleinen Brief steht: „Dieses Tuch soll dich daran erinnern, dass du nun schon groß bist und keine Angst mehr haben musst. Trage es immer, wenn du woanders schläfst. Dein Zaubertassenzwerg“. Jannik freut sich. Als die Eltern ihn abholen, fragt er: „Wann darf ich wieder bei Oma und Opa schlafen?“

Wenn ein Kind zum ersten Mal woanders schläft, macht es eine wichtige Erfahrung: „Es ist nicht alles wie zu Hause. Doch das muss mir keine Angst machen. Denn es ist spannend, auch mal etwas anderes kennen zu lernen. Außerdem kann ich mich darauf verlassen, dass Mama und Papa mich am nächsten Morgen abholen.“ Auch Eltern tun solche Erfahrungen gut. Sie lernen loszulassen und können mal wieder einen Abend zu zweit oder mit Freunden unbeschwert genießen.

Wie Sie Ihrem Kind die erste Nacht im fremden Bett erleichtern können:

Kinder hören gern Geschichten von früher. Erzählen Sie Ihrem Kind, wie toll es für Sie war, wenn Sie bei Oma und Opa oder auch mal beim Kindergartenfreund übernachten durfen.

Erklären Sie ihm, dass es jederzeit zu Hause anrufen darf und dass Sie es abholen, wenn das Heimweh zu groß sein sollte. Hinterlassen Sie deshalb auch die Telefonnummer, unter der Sie erreichbar sind. Oder nehmen Sie das Handy mit, wenn Sie unterwegs sind.

Geben Sie Ihrem Kind etwas Vertrautes mit. Natürlich Teddybär und Schmusekissen, aber vielleicht auch einen kleinen Mutmacher, der gegen Heimweh hilft, zum Beispiel ein Tuch mit Mamas Duft.

Rufen Sie selber nicht an, um Ihrem Kind noch mal Gute Nacht zu sagen. Das könnte Heimweh verursachen.

Erzählen Sie den Großeltern, was Ihr Kind mag und was nicht. Sie sollten auch über das Zubettgeh-Ritual Bescheid wissen und ob Ihr Kind etwas Bestimmtes zum Einschlafen braucht.

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